TVK II – SV Kenzingen   4:2  (1:2)

TVK II – SV Kenzingen 4:2 (1:2)

Individuelle Qualität setzt sich gegen Kenzingen durch

Tore: 1:0: Hansi Guth (18. Min.), 2:2: Christian Fischer (58. Min.), 3:2: Patrick Buderer (68. Min.), 4:2: Patrick Buderer (90+4. Min.)
Aufstellung: Atilgan – Dengler (73. Lang) – Reiner – J. Engler (38. Knopf) – Schumacher  – Alpar (79. Heisler) – Meyer – Jöslin (71. König) – Buderer – Fischer – Guth

Im Nachholspiel gegen den SV Kenzingen 2 gewann die Köndringer Reservemannschaft glanzlos, aber verdient mit 4:2. Am Ende setzte sich die individuelle Qualität der Platzherren durch, wobei diese im vorletzten Rundenspiel gerade in der ersten Halbzeit satt und träge wirkten und durch eine Leistungssteigerung im zweiten Abschnitt den Halbzeitrückstand noch drehen konnten. Die Kenzinger Mannschaft gab sich in der Winterpause durch externe Neuzugänge ein neues Gesicht und hat nicht mehr viel mit dem Gegner zu tun, den die TVK-Reserve mittlerweile gut kennt. Ihr mutiges Offensivspiel und aggressive Zweikampfführung stellte die Blauhosen vor erhebliche Probleme. Dennoch ging Köndringen durch Hansi Guth in Führung, der von einem Abwehrfehler profitierte. Die Truppe des Trainertrios Atilgan/Maier/Weiler wirkte trotz des 1:0 in den ersten 45 Minuten unkonzentriert, unentschlossen und behäbig. So war es keine Überraschung, dass auf zwei Abwehrschnitzer innnerhalb weniger Sekunden der 1:1-Ausgleich folgte. Die Gäste hatten mehr vom Spiel und kamen speziell nach langen Bällen auf ihre schnelle Angriffsreihe zu Abschlüssen. Mit dem Halbzeitpfiff war das Spiel sogar gedreht. Ein langer Ball führte zu Unabstimmigkeiten zwischen Interimstorwart Atilgan und Verteidiger Knopf. Dankbar ob des Missverständnisses schob der Kenzinger Angreifer den Ball in die Maschen. Das Trainertrio machte in der Pause das einzig Richtige und stellten das System vom erstmals praktizierten 3-4-3 auf das bewährte 4-4-2 um. Die Idee offensiver zu agieren ging nicht auf. Die Unabstimmigkeiten in der Defensive waren teilweise gravierend. Die Spieler hatten in der Zuteilung Probleme und waren verunsichert. Im gewohnten System wusste wieder jeder was er zu tun hatte. Der Druck auf die Üsenberger wurde im zweiten Abschnitt größer. Nach knapp einer Stunde folgte ein Pfiff von Schiedsrichter Ehrler. Zur Verwunderung der Spieler gab es einen Foulelfmeter für den TVK 2. Innenverteidiger Dengler wurde nach einen Sololauf durch ein Foul vor dem Sechzehner unfair gestoppt. Die verständlichen Proteste der Kenzinger blieben erfolglos. Im Lager der Gastgeber war man nur überrascht, dass ihr Kapitän zu solchen offensiven Kabinettstückchen fähig war. Den Strafstoß verwandelte Fischer souverän. Die Begegnung kippte mehr und mehr in Richtung der TVK-Reserve. Erstmals in der laufenden Runde verstärkte Patrick Buderer die Atilgan-Elf. War seine Leistung eine gute Stunde lang ausbaufähig, schaltete der Jungspund im letzten Spieldrittel dann mehrere Gänge hoch. Ein Doppelpass mit Guth schloss Buderer erfolgreich ab. Die Gäste konterten mehrmals gefährlich, die entscheidende Aktion wollte ihnen aber nicht gelingen. Mit dem Schlusspfiff fiel dann die Entscheidung. Ein schöner Seitenwechsel von König nahm der weit vor dem Tor stehende Gästekeeper zum Anlass, noch ein Stückchen weiter nach vorne zu rücken und das Duell gegen Buderer zu suchen. Das Duell entschied Buderer für sich und schoss den Ball soeverän ins leer stehende Tor.

Die anstehende zweiwöchige Pause wird die TVK-Reserve nutzen die Kraftreserven aufzufüllen und sich im letzten Spiel am 01. Juni daheim gegen Burkheim anständig von ihren Anhängern zu verabschieden.

Simon Jös20lin

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