SV Heimbach – TVK I 0:1 (0:0)

Knapper Derbysieg gegen Heimbach

Aufstellung: Lewandowski, L.Storz-Renk, Mutschler, Trautmann, Keller (75. Caspar), König, Kranzer, Buderer (58. C.Fischer), Ingra (90. A.Bär), Blum, Bührer (71. Guth).

Tore: 0:1 (49.) Trautmann.

Die Vorzeichen vor dem Teninger Gemeindederby hätten unterschiedlicher nicht sein können. Die Gastgeber schweben in akuter Abstiegsgefahr wohingegen die Gäste aus Köndringen noch um die Plätze an der Sonne mitspielen dürfen. Dementsprechend waren vor allem im ersten Durchgang auch die Spielanteile verteilt und jede Mannschaft eingestellt. Bei Heimbach war schnell ersichtlich, dass man sich in der eigenen Hälfte verschanzen wollte und auf schnelle Gegenstöße baute. Köndringen blieb somit für die Ballzirkulation zuständig und konnte unbedrängt das Spielgerät in der eigenen Hälfte verteilen. Das spielerische Niveau wurde an diesem Tag von zwei Faktoren beeinflusst: Einerseits von Heimbach’s Passivität gegen den Ball und andererseits durch technische Mängel auf Seiten der Blauhosen. Diese Kombination versprach keine hochwertige Fussballkost, doch an Spannung sollte es besonders gegen Ende trotzdem nicht mangeln. Ein Zuschauer fasste die ganze Partie nach Spielschluss wie folgt zusammen: “Heimbach konnte und Köndringen wollte nicht!”. Nichtsdestotrotz konnte der TVK zwei gute Torchancen verbuchen. Eine Bührerflanke konnte Buderer noch auf das Heimbacher Tor drücken, doch Klunkler war auf seinem Posten. Später war es Trautmann, welcher nach einem Eckball nur haarscharf an der Hereingabe vorbei rutschte. Und auch Bührer konnte sich mal mit seiner Schnelligkeit in den Strafraum durchtanken, doch verpasste es den Torabschluss zu suchen. Heimbach blieb dagegen in der ersten Halbzeit blass in der Offensive, so dass es mit einem 0:0 in die Kabine ging. Nach Wiederanpfiff wirkten wohl die gefallenen Worte in der Pause von Caspar und Fischer nach, weil nun im bisher eher trägen Offensivspiel der Blauweißen endlich mehr Bewegung zu erkennen war. Auch wenn es letztlich eine Freistoßflanke von Kranzer war, welche Trautmann aus zehn Metern ins lange Eck drücken konnte, präsentierte sich Köndringen nun spielfreudiger und konzentrierter. Die Wirkung der Führung hielt aber keine zehn Minuten an, denn nachdem erst Ingra und dann Blum mit ihren Torschüssen jeweils scheiterten und auch der eingewechselte Christian Fischer eine Hereingabe knapp verpasste, wurde Heimbach mutiger. Mit dem Rücken zur Wand lösten sich einige taktischen Formationen mehr und mehr auf, was nun für mehr Unübersichtlichkeit und schließlich mehr Spannung sorgte. Im Zuge dessen hatte Heimbach zweimal die Gelegenheit auszugleichen, doch Nikola und Zehner verpassten das Tor knapp. Letztlich blieb es bei dem knappen, aber nicht unverdienten Ergebnis, auch wenn der TVK an diesem Spieltag sicherlich eines seiner schwächsten Spiele gezeigt hat.

Lars Storz-Renk