27.03.22 SG Rheinhausen – TVK II 5:1 (3:0)

27.03.22 SG Rheinhausen – TVK II 5:1 (3:0)

Rheinhausen zeigt TVK-Reserve die Grenzen auf

Aufstellung: D. Trautmann – C. Storz-Renk – M. Büchner – M. Dengler – G. Veneri (60. P. Bär, 64. L. Lang) – M. Alpar – P. Hafner – T. Grafmüller – S. Jöslin – F. Hellstern (60. R. Tatarevic) – A. Atilgan (70. M. Camilo)
Tor: 1:4: Lorenz Lang (80. Min.)
Den ersten Härtetest in der Rückrunde musste die Köndringer Reservemannschaft in Rheinhausen absolvieren. Gegen jene Elf verlor man mit 3:4 im Hinspiel. Dies war die bis dato einzige Niederlage für die Truppe des Trainerduos Atilgan/Maier. Die Standortbestimmung im Rückspiel verlief nicht wie gewünscht. Mit einer satten 1:5-Klatsche im Gepäck trat man den Heimweg aus Niederhausen an.
Der Spielverlauf im ersten Abschnitt sorgte für ein Deja-Vu beim TVK II. Spielertrainer Atilgan hatte in den ersten fünf Minuten die Führung auf dem Fuß. Auf Vorlage von Jöslin setzte er die Großchance aber knapp neben den Pfosten. Köndringen drückte weiter auf das 0:1, ehe man einen Fehlpass spielte, der ihnen um die Ohren flog. Es reichte ein Diagonalball und eine Einzelaktion der Gastgeber zum ersten Tor der Partie. Der frühe Rückstand nach sechs Minuten schockte Köndringen nicht. Der Offensivdrang wurde nicht eingestellt, die robuste Spielweise von Rheinhausen verlangte von der Atilgan-Elf mehr als nur eine spielerische Note. Jöslin verpasste das Spielgerät nach guter Parade des Heimkeepers knapp. Erneut war es kurz danach eine Unsicherheit im Passspiel, die eiskalt von Rheinhausen mit dem 2:0 bestraft wurde. Die brutale Effizienz bei den Abschlüssen stellten die Platzherren zehn Minuten vor der Pause abermals unter Beweis, als sie mit einem Distanzschuss über Torwart Trautmann hinweg auf 3:0 stellten.
In der Halbzeit schwörte Co-Trainer Maier seine Männer ein. Die Partie sei noch nicht verloren, der Rückstand fiel zu hoch aus. Viele einfache Fehler, der Platzvorteil für die Heimmannschaft, schlechte Laufwege der wieder mal neu sortierten Anfangself sowie ein effizienter Gegner summierten sich zum, aus Köndringer Sicht, bitteren Halbzeitstand. Die Marschroute für den zweiten Abschnitt hielt dann allerdings nur drei Zeigerumdrehungen. Die Rheinhausener Viererkette klärte einen gefährlichen Ball in die Spitze so präzise, dass deren Stürmer die hoch aufgerückte Köndringer Abwehr düpierte und alleine aufs Gehäuse laufen konnte und souverän abschloss. Spätestens jetzt merkten die Gäste, dass das Spielglück an diesem Tag nicht auf ihrer Seite war. Die TVK-Reserve spielte weiter ihren Fußball ohne gefährlich zu werden. Im Angriff fehlte es an Tempo gegen den körperbetonten Stil des Defensivverbundes des Gastgebers. Die größte Möglichkeit, ein Zufallsprodukt nach einem Querschläger, schoss Jöslin in die Prärie. Besser machte es der eingewechselte Lang in der Schlussphase. Über Außen zog Grafmüller in die Mitte und schloss ab, den Abpraller pflückte sich der Edeljoker zum Ehrentreffer. Der alte Abstand wurde wenige Momente später wieder hergestellt. Der fünfte Gegentreffer fiel jedoch nicht mehr ins Gewicht.
Die TVK-Reserve nahm die zu hohe Niederlage mit Fassung. Zu viel lief schief im Spitzenspiel, um wenigstens ein Pünktchen mitnehmen zu können. Im Schatten des Europa-Parks zeigte die Ergebniskurve nach drei teils hohen Siegen in Folge nach unten, vergleichbar nach dem Höhepunkt der SilverStar. Die Einstellung und der Wille darf der Atilgan-Truppe aber nicht abgesprochen werden. Die Probleme waren auf qualitativer Ebene, was zeigt, dass es noch einiges zu tun gibt, wenn man in der Spitzengruppe der Liga bleiben möchte.
Der gesamte TV Köndringen wünscht Philipp Bär, der sich wenige Sekunden nach seiner Einwechslung verletzte, eine schnelle Genesung und hofft, den beliebten Verteidiger baldmöglichst wieder auf dem Rasen sehen zu dürfen.

Simon Jöslin

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