SC Eichstetten – TVK I 2:2 (1:0)

SC Eichstetten – TVK I 2:2 (1:0)

Mit viel Glück zu einem Punkt

Aufstellung: T.Fischer, L.Storz-Renk (46. C.Fischer), Mutschler, Caspar, Keller, A.Bär (66. Buderer), König, Kranzer, Ingra (83. Scheffelt), M.Bär, Bührer.
Tor: 1:0 (37.) Arias, 1:1 (55.) Keller, 2:1 (76.) Nagy, 2:2 (81.) Buderer.

Nach der bitteren Heimniederlage gegen Gottenheim stand die Auswärtshürde Eichstetten für die Blauhosen auf dem Programm. Der Aufsteiger konnte die letzten fünf Pflichtspiele nicht für sich entscheiden und so war es von Beginn an zu spüren, dass die Heimmannschaft gewillt war, diesen Umstand nun endlich zu korrigieren. Köndringen brauchte etwas Anlaufzeit um sich auf dem großen Kunstrasenplatz zurechtzufinden und so waren es die Gastgeber, welche die ersten Torchancen zu verbuchen hatten. Nur den Nachlässigkeiten der Stürmer in der Ballannahme war es zu verdanken, dass Thimo Fischer im TVK-Tor nicht ernsthaft einschreiten musste. Köndringen tastete sich offensiv nur langsam ran und so waren unpräzise Abschlüsse von Storz-Renk und Bührer nach Flanken von den Flügeln erstmal die einzigen Gelegenheiten. Kurz vor der Pause konnten dann aber Bührer und Ingra je zweimal ihr Tempo aufnehmen und vielversprechend vor dem Eichstetter Torhüter auftauchen. Dreimal agierte und parierte der heimische Keeper souverän und vereitelte schon sicher geglaubte Treffer und als er sich doch ein einziges mal geschlagen geben musste, grätschte in letzter Not ein Mitspieler dazwischen. Der Aufsteiger machte es auf der Gegenseite schließlich besser und traf nach einer Unaufmerksamkeit und Durcheinander im Strafraum mit der Picke zur Führung. Der Rückstand passte zur bisherigen Leistung der Gäste, den auch mit den vier riesigen Chancen, zeigten die Blauhosen gerade im Spiel nach hinten keine gute Partie. Das sollte sich auch im zweiten Durchgang nicht sonderlich ändern. Eichstetten behielt mehr Ballbesitz und hatte ab der 50 Spielminute seine Sturm und Drangphase. Einmal war es ein missglückter Flankenball, welcher Fischer noch mit den Fingerspitzen über das Tor lenken konnte. Später war es eine Direktabnahme nahe der Strafraumkante nach einem Eckstoß, welcher Fischer aus dem Lattenkreuz kratzte und somit seine Farben vor einem erneuten Rückstand bewahrte. Offensiv nahm sich der TVK zurück und so war es etwas glücklich, als Kapitän Keller mit einem Freistoßhammer aus gut 25 Metern zum plötzlichen Ausgleich einnetzte. Der Ausgleich beflügelte schliesslich aber nicht die Gäste, sondern die Gastgeber. Köndringen zog sich weit zurück und bekam nach einer Freistoßflanke letztlich die Quittung. Der frisch eingewechselte Nagy nutzte die aktuelle Standardschwäche der Köndringer aus und besorgte die erneute Führung. Gegen Ende der Spieldauer riskierte der TVK in Anbetracht der drohenden Niederlage wieder mehr und konnte ebenfalls einen Treffer einwechseln. Nach Vorarbeit von König über den linken Flügel vollstreckte der eingewechselte Buderer ganz unaufgeregt aus knapp sieben Metern unter den Querbalken. Mit der letzten Konteraktion hatte Köndringen sogar den Luckypunch dreimal auf dem Fuss, doch Bührer scheiterte an der Latte, Buderer verpasste den Abschluss und Kranzer rutschte im alles entscheidenden Moment unglücklich weg. So blieb es letztlich beim Unentschieden, auch wenn man mit der Chance auf einen eher unverdienten Sieg etwas Genugtuung von der letzten Niederlage hätte zurückholen und nochmal etwas Selbstvertrauen vor dem wichtigen Derby gegen Heimbach hätte tanken können.

Lars Storz-Renk